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Wie erhält man eine Aufenthaltsgenehmigung in Russland?

Im Folgenden beschreiben wir, wie man eine Aufenthaltsgenehmigung in der Russischen Föderation erhält und zählen die Dokumente auf, die für den Antrag nötig sind. Die Prozedur gliedert sich in 2 Etappen:

Etappe 1: Erhalt einer befristeten Aufenthaltserlaubnis

  • Ein ausländischer Staatsbürger steht außerhalb der Quote für befristete Aufenthaltserlaubnisse, wenn er mit einem Staatsbürger der Russischen Föderation verheiratet ist, welcher dort das Recht auf ständigen Aufenthalt genießt.
  • Eine befristete Aufenthaltserlaubnis umfasst 3 Jahre, eine Verlängerung ist von der russischen Gesetzgebung nicht vorgesehen.
  • Der Föderale Migrationsdienst der Russischen Föderation (FMS RF) erstellt innerhalb von 6 Monaten nach Einreichen eines entsprechenden Antrags die befristete Aufenthaltserlaubnis.
  • Die Unterlagen, die für den Erhalt einer befristeten Aufenthaltserlaubnis nötig sind, muss der ausländische Staatsbürger persönlich einreichen.
  • Dafür muss er sich in der Region der RF, in der er sich voraussichtlich aufhalten wird, an die örtliche Zweigstelle des FMS RF wenden oder an die Botschaft/das Konsulat der RF, das sich am Ort seines ständigen Aufenthaltes befindet.

Erforderliche Unterlagen für den Erhalt einer befristeten Aufenthaltserlaubnis in Russland

1. Antragsformular für die Erteilung einer befristeten Aufenthaltserlaubnis (Anhang Nr. 3 zur Verwaltungsregelung, bestätigt durch den Erlass des FMS RF Nr. 214 vom 22. April 2013) — in zweifacher Anfertigung.

2. Zwei persönliche Fotografien, Größe 35 x 45 mm, Schwarz-Weiß oder in Farbe.

3. Pass (Identitätsnachweis).

4. Ein Dokument, das belegt, dass der Antragsteller nicht vorbestraft ist. Das Dokument muss von einem dazu bevollmächtigten Organ des Staates, in welchem der Antragsteller ständigen Aufenthalt genießt, ausgestellt sein.

5. Die Aufenthaltsgenehmigung oder ein anderes Dokument, das von einem bevollmächtigten Organ des Landes ausgestellt ist, dessen Staatsbürger der Antragsteller ist, und das den Aufenthalt des Bürgers außerhalb des Staates, dessen Staatsangehöriger er ist, belegt.

6. Medizinisches Gutachten:

- Ein Dokument, das belegt, dass der Antragsteller nicht drogenabhängig ist und an keiner Infektionskrankheit leidet, die eine Gefahr für andere darstellt und im Verzeichnis aufgezählt ist, das durch den Erlass des Gesundheitsministeriums der Russischen Föderation Nr. 384n vom 29. Juni 2015 bestätigt wurde. Das Dokument muss von einem bevollmächtigten Organ des Staates ausgestellt sein, dessen Staatsangehörigkeit der Antragsteller besitzt, oder von einer bevollmächtigten gesundheitsfürsorglichen Einrichtung der Russischen Föderation.

- Ein Zertifikat, das belegt, dass der Antragsteller nicht an einer Krankheit leidet, die durch das Humane Immundefizienz-Virus ausgelöst wurde (HIV-Infektion).

7. Ein Sprachzertifikat des Russischen, sowie ein Dokument, das Kenntnisse der Geschichte der Russischen Föderation belegt; ein staatliches Dokument über den Schul- oder Hochschulabschluss (mindestens Grundallgemeinbildung), das von einer Bildungseinrichtung auf dem Territorium eines Staates ausgestellt wurde, welcher bis zum 1. September 1991 der UdSSR angehörte; ein Abschlusszeugnis und (oder) eine andere Qualifikation für Personen, die ab dem 1. September 1991 die staatliche Gesamtattestierung auf dem Territorium der Russischen Föderation erfolgreich abgeschlossen haben.

Das angeführte Dokument muss von folgenden Antragstellern nicht eingereicht werden: Männer über 65 Jahre, Frauen über 60 Jahre, Teilnehmer staatlicher Programme und deren Familienangehörige.

8. Ein ausländischer Staatsbürger, dem eine befristete Aufenthaltserlaubnis ohne Rücksicht auf die Quote erteilt werden kann, muss ein entsprechendes Dokument einreichen. Dieses Dokument soll bestätigen, dass der Antragsteller die befristete Aufenthaltserlaubnis ohne Rücksicht auf die Quote erhalten kann. (Ein ausländischer Staatsbürger, der mit einem Staatsbürger der Russischen Föderation verheiratet ist, welcher einen Wohnsitz auf dem Territorium der Russischen Föderation besitzt, muss die Heiratsurkunde und den Ausweis des Ehepartners (Staatsbürger der Russischen Föderation) vorzeigen).

9. Der Umfang der staatlichen Verwaltungsgebühr für die Ausstellung einer befristeten Aufenthaltserlaubnis beträgt 1600 Rubel.

Ausländische Unterlagen erfordern Legalisierung und notarielle Beglaubigung. Unterlagen, die auf einer Fremdsprache verfasst worden sind, müssen ins Russische übersetzt werden. Die Richtigkeit der Übersetzung und die Echtheit der Unterschrift des Übersetzers müssen notariell bestätigt sein. Außerdem müssen Kopien aller Unterlagen vorgelegt werden.

Ausländische Staatsbürger, die sich vorübergehend auf dem Territorium der Russischen Föderation aufhalten, unterliegen der Erfassung ihres Aufenthaltsortes und der Anmeldung ihres Wohnortes (Immigrationsregistration).

Der ausländischer Staatsbürger, der sich vorübergehend auf dem Territorium Russlands aufhält, ist dazu verpflichtet, jährlich innerhalb der ersten zwei Monaten jedes neuen Jahres, das dem Erhalt der befristeten Aufenthaltserlaubnis folgt, eine formgemäße Meldung über die Bestätigung seines Aufenthaltes in der Russischen Föderation vorzulegen. Dies muss bei der Zweigstelle des Föderalen Migrationsdienstes, von dem die befristete Aufenthaltserlaubnis erteilt wurde, geschehen (laut Beschluss der Regierung der Russischen Föderation Nr. 21 vom 17. Januar 2007). Zu solch einer Meldung gehören: Einkommensnachweis, Kopie der Steuererklärung oder ein anderes Dokument, das den Umfang und die Quelle des Einkommens des ausländischen Staatsbürgers für das Jahr belegt, das dem Erhalt der befristeten Aufenthaltserlaubnis folgt.

Der ausländische Staatsbürger, der sich vorübergehend auf dem Territorium der Russischen Föderation auf Grundlage einer befristeten Aufenthaltserlaubnis aufhält, darf seinen Aufenthaltsort innerhalb der Grenzen desjenigen Subjekts der RF, welches in seiner befristeten Aufenthaltserlaubnis eingetragen ist, nicht ändern. Ebenso kann er keinen Aufenthaltsort auswählen, der außerhalb der Grenzen des Subjekts der RF liegt, in dem er die befristete Aufenthaltsbestätigung erhalten hat.

Etappe 2: Erhalt einer Erlaubnis für ständigen Aufenthalt (Aufenthaltsgenehmigung)

  • Solange die Erlaubnis auf befristeten Aufenthalt gültig ist, kann dem ausländischen Staatsbürger auf Antrag und bei Vorhandensein der gesetzlichen Grundlage eine Aufenthaltsgenehmigung ausgestellt werden.
  • Der Antrag auf Ausstellung der Aufenthaltsgenehmigung muss vom ausländischen Staatsbürger in einer Zweigstelle des föderalen exekutiven Organs im Bereich Migration spätestens 6 Monate vor Auslauf der Gültigkeit des befristeten Aufenthalts eingereicht werden.
  • Die Aufenthaltsgenehmigung ist 5 Jahre gültig.
  • Der Föderale Migrationsdienst erstellt die Aufenthaltsgenehmigung innerhalb von 6 Monaten ab Erhalt des entsprechenden Antrags.
  • Die Aufenthaltsgenehmigung kann auf weitere 5 Jahre verlängert werden. Die Anzahl der Verlängerungen ist nicht beschränkt.
  • Anträge auf Erteilung einer Aufenthaltsgenehmigung und Anträge auf deren Verlängerung müssen in einer Zweigstelle des Föderalen Migrationsdienstes der Russischen Föderation eingereicht werden.
  • Bis zum Erhalt einer Aufenthaltsgenehmigung ist der ausländische Staatsbürger verpflichtet, auf Grundlage der Erlaubnis auf befristeten Aufenthalt mindestens ein Jahr in der Russischen Föderation zu leben. 

Erforderliche Unterlagen für den Erhalt einer Aufenthaltsgenehmigung in Russland

1. Antragsformular auf die Erteilung einer Aufenthaltsgenehmigung (Anhang Nr. 3 zur Verwaltungsregelung, bestätigt durch den Erlass des FMS RF Nr. 215 vom 22. April 2013) — in zweifacher Anfertigung.

2. Vier persönliche Fotografien, Größe 35 x 45 mm, Schwarz-Weiß oder in Farbe.

3. Pass (Identitätsnachweis).

4. Ein Dokument, das das Vorhandensein einer legalen Quelle zur Bestreitung des Lebensunterhalts belegt, welche dem ausländischen Staatsbürger erlaubt, in der Russischen Föderation oberhalb des Existenzminimums zu leben, oder ein Dokument, das seine Arbeitsunfähigkeit bestätigt (Einkommensnachweis der natürlichen Person; Nachweis der Erwerbstätigkeit; Rentnerausweis; Bestätigung über den Erhalt von Unterhaltskosten; Einkommensnachweis der Person, die für den Lebensunterhalt des Antragstellers aufkommt; Dokument, das die Steuerzahlung auf das Einkommen der natürlichen Person belegt, in Form einer fixierten Vorleistung und im Rahmen, den die Gesetzgebung der Russischen Föderation bei Steuern und Abgaben festgelegt hat, oder ein anderes Dokument, das den Erhalt eines Einkommens aus legaler Tätigkeit oder Arbeitsunfähigkeit belegt).

5. Ein Dokument, das das Vorhandensein einer Unterkunft gemäß der Vorgaben der Gesetzgebung der Russischen Föderation belegt, falls die darin enthaltenen Einzelheiten den staatlichen Organen oder örtlichen Selbstverwaltungen nicht bereits zur Verfügung stehen.

6. Medizinisches Gutachten:
- Ein Dokument, das belegt, dass der Antragsteller nicht drogenabhängig ist und an keiner Infektionskrankheit leidet, die eine Gefahr für andere darstellt und im Verzeichnis der Infektionskrankheiten eingetragen ist. Außerdem darf die Infektionskrankheit kein Grund für eine Ablehnung oder Annullierung der befristeten Aufenthaltserlaubnis/der Aufenthaltsgenehmigung/der Arbeitserlaubnis des ausländischen Staatsbürgers oder der Person ohne Staatsangehörigkeit zu einem früheren Zeitpunkt gewesen sein.

- Ein Zertifikat, das belegt, dass der Antragsteller nicht an einer Krankheit leidet, die durch das Humane Immundefizienz-Virus ausgelöst wurde (HIV-Infektion).

7. Der Umfang der staatlichen Verwaltungsgebühr für die Ausstellung einer Aufenthaltsgenehmigung beträgt 3500 Rubel.

Ausländische Staatsbürger, die eine Aufenthaltsgenehmigung auf dem Territorium der Russischen Föderation besitzen, müssen ihren Wohnort und ihren Aufenthaltsort registrieren lassen (Migrationsregistrierung).

Der ausländische Staatsbürger, der sich gemäß der Aufenthaltsgenehmigung ständig in der Russischen Föderation aufhält, ist dazu verpflichtet, den Föderalen Migrationsdienst, bei dem die Aufenthaltsgenehmigung beantragt wurde, formgemäß über seinen Aufenthalt in der Russischen Föderation in Kenntnis zu setzen. Dies erfolgt auf Grundlage der Anordnung der Regierung der Russischen Föderation Nr. 21 vom 17. Januar 2007.

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