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Hedginggeschäfte bei Wechselkursrisiken

Im Januar 2016 sank der russische Rubel auf ein Rekordtief.

Bekanntermaßen sind dem Einfluss der Risiken, die mit den Währungsschwankungen zusammenhängen, viele Handelsbetriebe ausgesetzt, und in allererster Linie diejenigen, welche an Geschäften teilnehmen, die in einer Fremdwährung ausgewickelt werden.

Für eine Minderung solcher Risiken können Hedginggeschäfte genutzt werden, deren Ziel es ist, die volle oder partielle Kompensation von Währungsschwankungen sicherzustellen. In der Regel ergibt sich solch eine Kompensation aus dem Gebrauch von derivaten Finanzinstrumenten, wie Forward-Verträgen und Optionen.

Forward-Verträge

Am 15. September 2015 schloss die russische Firma (R) einen Vertrag über den Warenkauf mit der finnischen Firma (F). Die Summe des Geschäfts betrug 1 000 000 Euro.

Am 20. Oktober 2015 wurden die Waren geliefert und deren Inhaberrecht ging auf die Firma R über. Am 15. Dezember 2015 erhielt die Firma F die Bezahlung in Euro.. Zum 20. Oktober 2015 betrug der Wechselkurs 69,7796 Rubel für 1 Euro.

Um das Risiko von Wechselkursschwankungen im Zeitraum zwischen dem Datum des Vertragsschlusses und dem Datum des Erhalts der Währungsgeldmittel zu mindern, schloss die Firma R am 15. September 2015 einen Forward-Vertrag mit der Bank über den Erhalt von 1 000 000 Euro zum Kurs von 72 Rubeln für 1 Euro. Dabei hatte die Firma R zum Zeitpunkt dieses Vertragsabschlusses ihre Pflichten zum Erhalt der Fremdwährung im Umfang von 1 000 000 Euro noch nicht erfüllt, die dem Transfer der Firma F gemäß dem zwischen ihnen geschlossenen Vertrag zugrunde lag. Diese Summe wurde am 15. Dezember 2015 an F gezahlt.

Am 15. Dezember 2015 erhielt die Firma F von der Firma R 1 000 000 Euro. Der Wechselkurs betrug an diesem Datum 79,9659 Rubel für 1 Euro, dennoch war die Bank aufgrund der Bedingungen des Forward-Vertrags dazu verpflichtet, der Firma R 1 000 000 Euro zum Kurs von 72 Rubeln für 1 Euro zu überlassen.

Auf diese Weise erlauben Forward-Verträge den Firmen frühzeitig die Größe ihres Einkommens, das sie aus abgeschlossenen Geschäften erhalten werden, unabhängig von Wechselkursschwankungen zu bestimmen.

Optionen

Am 15. September 2015 schloss die russische Firma (R) einen Vertrag über den Warenkauf mit der finnischen Firma (F). Die Summe des Geschäfts betrug 1 000 000 Euro.

Am 20. Oktober 2015 wurden die Waren geliefert und deren Inhaberrecht ging auf die Firma R über. Am 15. Dezember 2015 erhielt die Firma F die Bezahlung, die in Euro ausgedrückt war. Zum 20. Oktober 2015 betrug der Wechselkurs 69,7796 Rubel für 1 Euro.

Um das Risiko von Wechselkursschwankungen im Zeitraum zwischen dem Datum des Vertragsschlusses und dem Datum des Erhalts der Währungsgeldmittel zu mindern, schloss die Firma R am 15. September 2015 mit der Bank einen Optionsvertrag auf den Kauf, der ihr das Recht gab 1 000 000 Euro zum Kurs von 72 Rubeln für 1 Euro zu erwerben. Die Prämiengröße für die Option betrug dabei 10 000 Euro. Die Bedingungen dieses Optionsvertrags wurden am 15. Dezember 2015 erfüllt.

Am 15. Dezember 2015 erhielt die Firma F von der Firma R 1 000 000 Euro. Der Wechselkurs betrug an diesem Datum 79,9659 Rubel für 1 Euro, dennoch hatte die Firma R gemäß der Bedingungen des Optionsvertrags über den Kauf die Möglichkeit, von ihrem Recht Gebrauch zu machen und von der Bank 1 000 000 Euro zu einem Kurs von 72 Rubeln für 1 Euro zu erwerben.

Hätte der Wechselkurs zum 15. Dezember 2015 70 Rubel für 1 Euro betragen, hätte die Firma R auf das Recht, das ihr der Optionsvertrag gewährt, verzichten können.

Auf diese Weise erlauben Optionen den Firmen das Niveau des Währungsrisikos bis auf die Prämie für die Option zu senken.

Die Firma Accountor freut sich, Ihnen umfassende Unterstützung bei der Durchführung von Hedginggeschäften anzubieten. Wir sind bereit:

  1. Sie bei Fragen zur buchhalterischen und steuerlichen Abwicklung solcher Operationen zu beraten;
  2. Empfehlungen zu geben in Bezug auf die Wahl der Finanzstrukturen, die Dienstleistungen bereitstellen, welche mit Hedgegeschäften zusammenhängen;
  3. Änderungen in der Bilanzpolitik anzuregen, die für Zwecke der Steuer- und Finanzbuchhaltung nötig sind;
  4. Formblätter und Dokumente vorzubereiten, die sich auf die Realisierung von Hedginggeschäften beziehen.

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